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Evangelisch-Lutherische Paulus-Kirchengemeinde Altona

Projekte

Jeden Dienstag, 17.00 bis 19.00 Uhr

 

Offene Kirche

 

Wenn Sie die Pauluskirche kennen lernen möchten, auf der Suche nach Ruhe sind oder einfach nur eine Kerze anzünden wollen - die Tür der Pauluskirche steht für Sie das ganze Jahr über jeden Dienstag von 17.00 bis 19.00 Uhr offen.  

 

Das Team "Offene Kirche" freut sich, wenn Sie diesen Raum der Begegnung, der Stille und Besinnung nutzen.

 

 

 

 

Lebensringe sichtbar machen - Biografiewerkstatt

 

„Es ist befreiend für mich, alles was ich in meinem hundertjährigen Leben erlebt habe, einmal zu erzählen. Nun steht es da schwarz auf weiß.“ Eine Hundertjährige hat ihre Geschichten erzählt, Lebens-Geschichten. Im ganz alltäglichen Lauf einer völlig anderen Zeit fand das Plötzliche, Besondere, das Gewollte und Ungewollte statt. Es formte sich ein einzigartiger, sehr persönlicher Weg, der in unsere Zeit hinein reicht.

 

Die Paulusgemeinde Altona richtet eine Biografiewerkstatt ein und sucht Frauen und Männer, die diesen Lebens-Geschichten älterer Menschen begegnen, beim Aufspüren von Erlebten helfen und in Worte fassen möchten. Interessierte werden praxisnah zur biografischen Arbeit mit älteren Menschen angeleitet, es werden Grundzüge des biografischen Gesprächs, Methoden des Erinnerns und vor allem die Bedeutung der eigenen Erinnerungen thematisiert. Gruppentreffen und intensiver Erfahrungsaustausch erleichtern den Weg vom Gesprochen zur schriftlichen Fassung des Erzählten. Ziel ist es, ein Buch der Erinnerungen und Lebensgeschichten für die Gegenwart zu schreiben.

 

Weitere Informationen unter 850 99 78 oder www.pauluskirche-altona.de und dem Flyer

 

 

 

 

Lebensmittelausgabe in der Langenfelder Straße

 

Der Kleintransporter rollt auf den Hof. Birgitt Eggert eilt heran. „Heute ist ein guter Tag“, sagt sie, als sie die Ladung sieht. Der Wagen ist randvoll, das ist nicht immer so. Eggert greift sich eine Kiste mit Nudeln und schleppt sie in die kleine Baracke. Gemeinsam mit fünf weiteren Ehrenamtlichen leert sie das Auto der Hamburger Tafel. Kartoffeln, Würstchen, Müsli, Bohnen und Pilze stapeln sich jetzt in der kleinen Baracke und werden vom Helferteam sortiert.

Birgitt Eggert ist seit fast drei Jahren oft die erste, die kommt und die letzte, die geht bei der Lebensmittelausgabe, die die Paulusgemeinde, der Sozialdienst Katholischer Frauen Altona und der Bürgertreff Altona-Nord gemeinsam organisieren. Für rund 200 Menschen geben sie hier jeden Donnerstag Nahrungsmittel aus. „Wir können die Leute nicht ernähren“, sagt Eggert, „aber dafür sorgen, dass Geld für etwas Anderes übrig bleibt.“

Draußen warten manche schon seit mittags, obwohl die Ausgabe erst um halb drei öffnet. Zwei Frauen stehen an der Tür. „Die muss ich jetzt wegschicken“, sagt Eggert. Lebensmittel bekommt nur, wer auf ihrer Liste steht, also Hartz IV oder Grundsicherung empfängt. Die Frauen gehören dazu, doch selbst die Warteliste ist voll. Eggert empfiehlt ihnen eine andere Ausgabestelle. „Man muss herzlich, aber konsequent sein“, sagt sie. Auf der Liste hat jeder eine Nummer, das Gesicht dazu kennt die 59-Jährige von fast allen.

Obst, Gemüse, Wurst und Brot stehen inzwischen bereit. Birgitt Eggert nimmt an einem kleinen Tisch am Eingang Platz. Einen Euro muss jeder zahlen. Heute kommt viel Kleingeld. Es ist Monatsende. Manche können dann nicht mal mehr den Euro zahlen. Dann schreibt Eggert an: „Aber keiner ist bis jetzt was schuldig geblieben.“ Mit vollen Tüten verlassen die Leute den kleinen Raum. Birgitt Eggert lächelt. „Bis zum nächsten Mal“, rufen ihr die Leute zu.

 

 

 

 

Solardach

 

Seit Anfang Februar 2000 ist Altona um einen Blickfang reicher: die Pauluskirche hat auf ihrem Kirchdach eine Solarstrom- oder auch Photovoltaikanlage installieren lassen. Damit kann Sonnenlicht in Elektrizität umgewandelt werden. Finanziert wurde die Anlage durch ein ganz besonderes Konzept: Die Gemeinde verkaufte Anteillscheine zu je 100 DM. Damit erwarb sich der Anteilseigner ein Anrecht auf den Ertrag, das heisst auf den erzeugten Strom und damit den Gewinn der Anlage. Jeder Mitbesitzer konnte zwischen zwei Finanzierungsmodellen wählen. Zum einen konnte er seinen Ertrag bzw den daraus entstehenden finanziellen Gewinn einem gemeinnützigen Projekt spenden. Dafür wird ihm eine Spendenbescheinigung ausgestellt. Zum anderen kann er sich seinen prozentualen Anteil am Ertrag auszahlen lassen, bis er nach etwa 15 Jahren sein investiertes Geld zurückerhalten hat. Danach fließt der Gewinn wiederum in ein gemeinnütziges Projekt.

 

 

 

 

Partnergemeinde Bodisil (Indien)

 

Den ersten Kontakt mit unserer Partnergemeinde in Bodisil (Staat Orissa/Indien)haben wir im Januar 2004 begonnen.

Wir haben einen Brief auf Englisch geschrieben, unsere Gemeinde darin vorgestellt und Fotos von der Kirche und von uns (dem Diakonieausschuss) beigefügt.

 

Wegen des langen und komplizierten Postweges weichen wir gern auf "Boten" aus. Herr Pastor Speck-Ribbat (durch ihn ist der Kontakt mit Bodisil entstanden) reiste im Februar 2004 dorthin, so dass er unseren Brief persönlich übergeben konnte.

Voller Spannung erwarteten wir die Rückkehr von Herrn Speck-Ribbat. Er hatte nicht nur einen Antwortbrief im Gepäck, sondern auch ein besonderes Geschenk, eine Adivasi-Bibel(in der Sprache Kuwi). Die Besucher unserer Gemeindeversammlung im letzten Jahr bzw. des Bodisil-Gottesdienstes am 3. Advent konnten die Adivasi-Bibel im Original, sowie Bilder aus Bodisil sehen und Berichte aus unserer Partnergemeinde hören. Unserem Antwortbrief im Juni 2004, der von zwei indischen Hamburg-Besuchern aus einem Nachbarort mitgenommen wurde, fügten wir eine reich bebilderte Kinderbibel in englischer Sprache bei, denn es war uns aufgefallen, dass auf den vor Ort gemachten Fotos sehr viele Kinder zu sehen waren.

 

Den Besuch von Herrn Speck-Ribbat in Bodisil im Februar 2005 nahmen wir zum Anlass, ihm einen weiteren Brief mitzugeben, in dem wir u.a. vom vorangegangenen Weihnachtsfest in unserer Gemeinde berichteten. Die mitgebrachte Antwort zeigt, dass auch in unserer Partnergemeinde intensiv Weihnachten gefeiert wird. Es wurde dort u.a. ein Kinder-Bibelquiz veranstaltet und am zweiten Weihnachtstag mit allen Dorfbewohnern "ein Fest mit kulturellem Programm" gefeiert.

 

Dem Brief waren zwei von Herrn Alban Tading handgedrechselte Holzleuchter beigefügt, welche unser wöchentliches Friedensgebet am Mittwoch "begleiten".

 

In unserem letzten Brief nach Bodisil haben wir u.a. vom Kirchentag 2005 in Hannover berichtet. Wir freuen uns schon jetzt auf Antwort und werden weiter berichten.

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Fotos: Gemeindeleben in Bodisil (oben) und die uns geschenkten Leuchter (unten)

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Birgitt Eggert in Aktion