Schweden 2011
Jetzt sitze ich hier in meinem Zimmer, mit dem Laptop auf dem Schoß und schreibe
diesen Gemeindebriefartikel, neun Tage nach unserer Ankunft hier in Schweden.
Schweden war für mich und für die meisten anderen hier eine völlig neue Erfahrung
- einfach ein neues Land. Ein Land, in dem du den einen Baum nicht von dem anderen
unterscheiden kannst, was nicht nur an Schweden liegt, sondern vielmehr an der Tatsache,
dass niemand sich am Anfang in wirklich heimisch fühlt: Wie denn auch, wenn man mit
30 anderen Kindern und Jugendlichen in einem Haus wohnt. Die meisten hier sind mit
einem Freund einer Freundin oder einem Bekannten her gekommen, aber trotzdem gab
es genug andere Leute, mit denen es gilt, zwei Wochen auszukommen. Man macht alles
zusammen und hat selten seine Ruhe. Natürlich kann man in seinem Zimmer Zuflucht
suchen - aber wie lange? Man verbringt jeden Tag drei Mahlzeiten zusammen, jeden
Tag gibt es Aktivitäten, die mal mehr und mal weniger im Team gemacht werden. Jeden
Abend wird ein Nachtsegen zusammen gesprochen. So eine Reise kann nur funktionieren,
wenn alle zusammen arbeiten, was besonders in unseren jeweiligen Diensten zu bemerken
ist, in welchen ohne Absprache gar nichts geht. Also beißt der Einzelkämpfer hier
auf Beton. Und vor allem bleibt der ohne die Andere aus.
So wie es oben geschrieben steht, ist meine Ansicht, wie eine Jugendgruppe zu funktionieren
hat. Und so war es auch. Wir wurden offener den anderen gegenüber. Wir können uns
gegenseitig besser einschätzen und kennen mehr voneinander als nur den Namen. Es
bildeten sich Freundschafften, wie es auch bei mir der Fall war. Wir wurden einfach
ein Team. Wir hatten alle so viel Spaß hier in Schweden und wir haben viel gemacht:
Das Baden im See, die verschiedenen Ausflüge, die Gemeinschaftsspiele, das Tischtennis
spielen, die Gottesdienste, die Nachtwanderung und auch das Lagerfeuer. All das sind
Erinnerungen, an die ich gerne zurückdenke und ich hoffe, dass ich auch für die anderen
spreche wenn ich sage: wir hatten eine großartige Zeit.
Philipp Junghans